Aufruf des Bündnis Sahra Wagenknecht zum 1. Mai 2026

Gute Löhne, soziale Sicherheit, Frieden!

Viele Beschäftigte und ihre Familien stehen unter Druck wie lange nicht. Trotz Vollzeitjob reicht das Einkommen oft kaum zum Leben. Mieten, Energiekosten und Lebensmittel­preise steigen, während aktuell Reallöhne (noch) stagnieren und Altersarmut zunimmt. Der Sozialstaat wird Stück für Stück demontiert. Bei Renten, Gesundheit und Kommunen wird gespart. Gleichzeitig fließen immer größere Summen in Aufrüstung. Für Waffen gilt „whatever it takes“, doch beim Sozialstaat wird gekürzt. Das trifft uns alle.

Was jetzt droht!

Angriffe auf den 8-Stunden-Tag und Einschränkungen beim Recht auf Teilzeit. Höhere Belastungen im Gesundheitssystem und weitere Krankenhausschließungen. Sinkende Renten und Anhebung des Renteneintrittsalters. Kürzungen bei Arbeitslosen, Familien und Kommunen. Wir sagen: Schluss damit! Keine Demontage des Sozialstaats!

Keine weitere Eskalation und Militarisierung! Keine Stationierung neuer US- Mittelstreckenraketen in Deutschland, über deren Einsatz allein der Präsident in Washington entscheidet!

Unsere Alternative: Nord Stream öffnen, Ramstein schließen!

Das BSW fordert starke Tarifverträge und eine flächendeckende Tarifbindung, ein Mindestlohn von 15 Euro, die steuerliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen und den Umbau des Rentensystems nach österreichischem Vorbild. Dort bekommen Rentnerinnen und Rentner im Durchschnitt 800 Euro mehr im Monat, weil alle in eine Kasse einzahlen, auch Selbständige und Politiker. Das ist auch in Deutschland möglich!

Die Energiepreise müssen runter! Wir brauchen einen effektiven Spritpreisdeckel statt symbolischer Maßnahmen. Wir müssen wieder russisches Öl über die Druschba-Pipeline an die PCK-Raffinerie in Schwedt importieren und Nord Stream für günstiges Gas aus Russland öffnen.

Statt Milliarden für Aufrüstung braucht unser Land Investitionen in Bildung, Pflege, Infrastruktur und gute Arbeitsplätze. Wir brauchen eine Bundesregierung, die sich für diplomatische Lösungen einsetzt und zu einer stabilen Friedensordnung in Europa beiträgt. Kanzler Merz sollte dem Beispiel Spaniens folgen und US-Stützpunkte wie Ramstein für Trumps völkerrechtswidrige Kriege schließen.

Am 1. Mai gehen wir gemeinsam auf die Straße: Für gute Löhne, sichere Renten und Frieden!

Bringt Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Familie mit – lasst uns gemeinsam die Stimme erheben für eine gerechte Zukunft in Sicherheit und Frieden.


1. Mai Aufruf BSW